Kategorie: Stress
 

Emotionales Fieber, Empfinden & Bewusstsein (2015) >>

Ein weiterer wichtiger Mosaikstein in der Tierschutzforschung bei Fischen: Auch Zebrafische zeigen emotionales Fieber. Diese Art Fieber kann durch Stresssituationen ausgelöst werden und wird als Hinweis auf Empfindungsfähigkeit und Bewusstsein gewertet. In einer neuen Testanordnung mit einem Temperaturgradienten konnten die Forscher beobachten, dass zuvor gestresste Zebrafische sich während Stunden bevorzugt in den wärmeren Bereichen des Aquariums aufhielten und so ihre Körpertemperatur erhöhten. (Rey et al, 2015)

Mehr>>

 

Analyse von Stress auf unterschiedlichen Ebenen (2013) >>

Stress beeinflusst einen Organismus auf verschiedenen Ebenen. Bei Zebrafischen eignet sich eine Kombination aus Verhaltensbeobachtungen mit physiologischen und biochemischen Anlaysemethoden, um die Wirkung einer Reihe von Stressfaktoren zu untersuchen (Gronquist & Berges, 2013).

Mehr

 

Messen von Stresshormonen bei kleinen Fischen (2013)* >>

Bei kleinen Fischen wurden Stresshormone bisher üblicherweise über das Blut bestimmt. Dazu müssen die Fische aber getötet werden. Mit dieser Studie wurde gezeigt, dass auch bei kleinen Fischen wie Zebrafischen (Danio rerio) nicht-invasiv über das Wasser der Cortisolspiegel bestimmt und zudem über 11-Ketotestosteron das Geschlecht verlässlich nachgewiesen werden kann (Felix et al, 2013. Noninvasive Measurement of Steroid Hormones in Zebrafish Holding-Water. Zebrafish 10, 110-115). (abstract)

 

Fische können ihre Umgebung beurteilen (2011)* >>

Psychologische Faktoren wie kognitive Fähigkeiten und emotionale Zustände beeinflussen die Art, wie Tiere auf Stress reagieren. Die Vorhersehbarkeit von Ereignissen soll dabei eine wichtige Rolle spielen, wie stark diese Reaktion ausfällt. Moçambique-Buntbarsche (Orerochromis mossambicus) reagierten in negativ bzw. positiv gestalteten Situationen tatsächlich unterschiedlich auf vorher- bzw. unvorhersehbare Ereignisse. Dies deutet darauf hin, dass Fische das kognitive und emotionale Rüstzeug haben, um die Umweltbedingungen in einer Haltung einschätzen zu können.
(Galhardo, L., Vital, J., Oliveira, R.F., 2011. The role of predictability in the stress response of a cichlid fish. Physiol. Behav. 102, 367-372.) (abstract)

 

Artspezifische Reaktion auf Stress (2011) >>

Die Haltungsbedingungen und der Umgang mit den Fischen in Fischzuchten bedeutet häufig Stress für die Tiere. Auch die Stressreaktion von Meerfischen auf diese Stresssituationen lässt sich über das Hälterungswasser messen (Fanouraki et al, 2011).

Mehr

 

Verminderte Aggressivität durch Vergesellschaftung (2011) >>

Die Vergesellschaftung von verschiedenen Zierfischenarten ist beliebt, aber nicht ohne Probleme. Je nachdem, welche Arten zusammen gehalten werden, kann sich das Verhalten der einzelnen Arten verändern (Sloman et al, 2011).

Mehr

 

Rangniedere Tiere sind gestresster (2010) >>

Physiologische Untersuchungen zeigen, dass der soziale Status den Zustand von Fischen, die in Gruppen leben, beeinflussen kann (Filby et al, 2010).

Mehr

 

Fangstress kann reduziert werden (2009) >>

Dreistachligen Stichlinge, Bischofskärpflinge und Regenbogenforellen reagieren unterschiedlich auf das Fangen mit Netz oder mit einem Behälter (Brydges et al, 2009).

Mehr

 

Laborroutinen können stressig sein (2009) >>

Zebrafische reagieren auf das Behändigen mit Netzen mit einem deutlich erhöhten Spiegel des Stresshormons Cortisol (Ramsay et al, 2009).

Mehr

 

Lebensbedingungen gut, Entwicklung gut (2008) >>

Ungünstige Haltungsbedingungen können Stress bedeuten und sich negativ auf die körperliche Entwicklung von Fischen auswirken (Almeida et al, 2008).

Mehr

 

 

Raubfeinde in der Nachbarschaft verursachen Stress (2007) >>

Bedrohliche Situationen, denen Zebrafische nicht ausweichen können, verursachen Stress. Dauert der Zustand an, kommt es zu einer chronischen Stressreaktion und schliesslich zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens (Barcellos et al, 2007).

Mehr

 

Hohe Dichten und Hunger stressen (2006) >>

Laborfische werden oft unter sehr einschränkenden Bedingungen gehalten. Dies kann sich auf den physischen und psychischen Zustand der Fische auswirken (Ramsay et al., 2006).

Mehr

 

Stressmessung mittels Wasserproben (2004) >>

Die Bestimmung des Stresshormons Cortisol im Hälterungswasser ist eine wertvolle Alternative zur invasiven Methode der Cortisolbestimmung über das Blut (Ellis et al, 2004).

Mehr