Unterwasserwelten

 

Der Stachlige

© D. Hegglin / swil.ch

Der Egli besitzt auf der vorderen Rücken- und der Afterflosse spitzige Stachelstrahlen und einen starken Stachel auf dem Kiemendeckel. 

 

 

 

Medienbeiträge

"Ganz schön laut unter Wasser", SRF 2017.

Spannende Radiosendung zur Lautsprache von Fischen.

Die Laute vom Egli sind ab Minute 10.09 zu hören.

 

 

 

Literatur Egli

Roland Kurt, 2010. "Stumm wie ein Fisch? Das akustische Leben im Süsswasser." Verlag Andreas Mächler, Riehen.

Fisch-Videothek
 

Mit fischwissen abtauchen

Die Rubrik präsentiert Videos zu verschiedenen Fischarten und Themen.

 

 

 

 

Aktuell

 

Egli-Jagdgesang

Diese eindrückliche Ton-Aufnahme von Roland Kurt macht den Flussbarsch auch akustisch erfahrbar. Eglis setzen beim Jagen solche Lautsalven ein, um ihre Beutefische zu erschrecken. Diese flüchten und verlassen mitunter den schützenden Schwarm und werden so zur leichten Beute.

Die Laute wurden mittels Hydrofon aufgenommen und fischwissen freundlicherweise von Roland Kurt zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Egli (Perca fluviatilis)

 

Begegnungen im Zürichsee. Eglis sind neugierige Tiere und reagieren auf Neues in ihrer Umwelt. Sie sind häufig in Gruppen anzutreffen. Fächert der Egli seine vordere Rückenflosse auf, ist der der dunkle Fleck gut zu erkennen, ein typisches Merkmal für diese Art. (alle 4 Egli-Filme © Daniel Hegglin / swild.ch)

 

Der Egli oder Flussbarsch ist eine in Europa und Asien verbreitete Fischart. In der Schweiz lebt die Art vor allem in Seen und eher ruhigen Fliessgewässern. Die erwachsenen Egli ernähren sich vorwiegend von Fischen und Krebsen. 

 

Ein spannender, wenig bekannter und wenig untersuchter Aspekt der Biologie der Fische ist die akustische Kommunikation (s. Sinnesvielfalt). Auch der Egli setzt verschiedene Laute ein, wie der Hobbyforscher Roland Kurt in seinen Aufnahmen und seinem Buch dokumentiert hat (s. Radiosendung rechte Spalte). Die Laute sind abhängig von der Grösse der Individuen. Die kleineren geben leisere, piepsende oder pfeifende Laute ab, die grösseren lautere und tieffrequentere Laute. Bemerkenswert sind die Lautsalven, die sie beim Jagen ausstossen.

 

Da der Egli als Speisefisch sehr beliebt ist, wird er vermehrt in Aquakulturen gezüchtet. In der Schweiz gibt es bisher zwei Fischzuchten, die für den hiesigen Markt produzieren. Konsumiert werden die Filets, wobei bei der Herstellung eines Filets 60% des Fisches als Schlachtabfall zurückbleiben. Eglis sind stressanfällig, ihre Zucht unter intensiven Bedingungen problematisch. Zudem braucht er als Raubfisch tierische Proteine, die in der Regel mit fischhaltigem Futter zugeführt werden (FishEthoBase).  

 

 

 

 

 

ARCHIV

 

Der Gemeine Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus)

 

© Daniel Hegglin / swild.ch

 

In Nordamerika besiedelt der Sonnenbarsch unterschiedliche Gewässer wie Teiche, kleinere Flüsse und auch die Grossen Seen. Er ernährt sich von kleinen Fischen und anderen Wirbeltieren sowie von Fischeiern.

 

Als Aquarien- und Teichfisch ist die Art in die Schweiz gelangt. Durch passive oder aktive Freisetzungen gelangte sie in die verschiedenen Gewässer und ist heute fast im gesamten Mitteland sowie im Südtessin verbreitet. In Europa hat sich der Sonnenbarsch in mindestens 28 Ländern etabliert, auch in Kleinasien und Südamerika ist er nachgewiesen. Es gibt Hinweise, dass er mit einheimischen Arten in Nahrungskonkurrenz steht (Copp et al. 2017).

 

Der Sonnenbarsch gilt als invasive Art. Das Aussetzen von Aquarienfischen ist verboten und eine Tierquälerei  (siehe Gesetzgebung Fischerei).

 

 

Copp, G.H. et al, 2017. Trophic consequences of non-native pumpkinseed Lepomis gibbosus for native pond fishes. Biological Invasions 19, 25-41. (abstract)

 
Sonennbarsch im Zürichsee, © Daniel Hegglin / swild.ch