Wasserwelten

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Lebensraum Fluss

 
© Rotjan

Lebensraum Korallenriff

 

 

Literatur

H.M. Tyus, 2011. Ecology and Conservation of Fishes. CRC Press, Boca Raton, FL.

 

G.S. Helfman, B.B. Collette, D.E. Facey, B.W. Bowen. 2009. The Diversity of Fishes. 2nd. ed. Wiley-Blackwell.

Lebensraum
 

Vom Bergbach bis zum Ozean

Der Lebensraum der Fische ist das Wasser. Er umfasst so unterschiedliche Gewässer wie Thermalquellen, Sümpfe, Teiche, Flüsse, Seen, polare oder tropische  Meere. Zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, wobei die Ozeane den weitaus grösseren Teil ausmachen. Die aquatischen Lebensräume erstrecken sich von gebirgigen Höhen von über 3800m ü. Meer bis Tiefen von über 8000m in den Ozeanen. Ca. 58% der Fischarten leben im Meer und ca. 41% im Süsswasser, ca. 1% wechseln zwischen Salz- und Süsswasser.

Meere
Marine Lebensräume werden in flache Küstenzonen und den offenen Ozean unterteilt. Im offenen Ozean (Pelagial; pelagos = Meer) unterscheidet man verschiedene Zonen von der Meeresoberfläche bis tief hinab zum Meeresboden: das Epipelagial Zone (= 200m), das Mesopelagial (200 - 1000m), das Bathypelagial (1000 - 4000m), das Abyssopelagial (4000 - 6000m) und das Hadopelagial (unter 6000m). Jede dieser Zonen beherbergt unterschiedliche Fischarten, die sich an die jeweiligen Bedingungen angepasst haben (z.B. Tiefseefische mit Licht ausstrahlenden Organen). Die Korallenriffe der Flachwasserzonen sind ein enorm artenreicher Lebensraum, den man vor allem in klaren, warmen Gewässern vorfindet. Brackwasserzonen entstehen, wo Flüsse ins Meer münden. Hier herrschen unterschiedliche Salzkonzentrationen, mit denen die Fische zurecht kommen müssen.  

Süsswasser
Der Lebensraum der Süssgewässer weist trotz der verglichen mit dem marinen Lebensraum viel kleineren Fläche eine sehr hohe Anzahl Arten auf. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass die flacheren Süsswasser-Biotope sehr produktiv sind. Zum anderen haben auf diese Gewässer in der Vergangenheit viele isolierende Ereignisse eingewirkt, wie z.B. Eiszeiten, Vulkanausbrüche, tektonische Verschiebungen oder Bergstürze. In der Folge wurden die Gewässer immer wieder umgestaltet und aufgetrennt. Diese Ereignisse führten dazu, dass sich neue Arten entwickelten, die sich an die neuen Bedingungen anpassten.