© C. Kistler, swild.ch
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Auf dem (etwas unscharfen) Bild sieht man die schöne, dunkle Färbung des Männchens (links im Bild, rechts ein Weibchen).

 
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Ceylonbarbe (Pethia cumingii)

 

 

Literatur

Pethiyagoda, R. 1996. Puntius nigrofasciatus. The IUCN Red List of Threatened Species. Version 2014.3. www.iucnredlist.org

 

De Silva, K., Somarathna, R.M.D., 1993. Food selection of 2 concurring carplets Barbus cumingi and Barbus nigrofasciatus (Osteichthyes, Cyprinidae) in a mountain stream of Sri Lanka. Neth. J. Zool. 43, 296-305. (abstract)

 

Schut, J., Desilva, S.S., Kortmulder, K., 1984. Habitat, associations and competition of 8 Barbus (=Puntius) species (Pisces, Cyprinidae) indigenous to Sri-Lanka Neth. J. Zool. 34, 159-181. (abstract)

 

Kortmulder, K., Feldbrugge, E.J., Desilva, S.S., 1978. Combined field-study of Barbus (=Puntius) nigrofasciatus Gunther (Pisces, Cyprinidae) and water chemistry of its habitat in Sri Lanka Neth. J. Zool. 28, 111-131. (abstract)

De Silva, S.S., Kortmulder, K., 1977. Some Aspects of Biology of 3 Species of Puntius-(= Barbus)-(Pisces, Cyprinidae), Endemic to Sri-Lanka. Neth. J. Zool. 27, 182-194. (abstract)

 

Kortmulder, K., 1972. A Comparative Study in Colour Patterns and Behaviour in Seven Asiatic Barbus Species (Cyprinidae, Ostariophysi, Osteichthyes): A Progress Report. Behaviour. Supplement, III 1-331. (abstract)

Purpurkopf- und Ceylonbarbe
 

Purpurkopfbarbe und Ceylonbarbe

Die Purpurkopf- und die Ceylonbarben (Pethia nigrofacsiatus, Pethia cumingii) erhalten ein gemeinsames Artportrait, weil sie im gleichen Lebensraum vorkommen und einige Ähnlichkeiten aufweisen.

 

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Vorkommen

Die Purpurkopf- und die Ceylonbarbe kommen in Gewässern der Feuchtgebiete und der hügeligen Zone Sri Lankas vor. Ihr Vorkommen ist endemisch. Die Purpurkopfbarbe ist auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet (vulnerable) eingestuft.

 

Zwar findet man beide Arten in denselben Gewässern, sie vermischen sich jedoch nicht. Auf diese Art können sie Konkurrenz bei der Futtersuche (ähnliche Nahrung) und der Fortpflanzung (räumliche Konkurrenz) vermeiden.

 

Lebensraum

Der Lebensraum der beiden Barbenarten sind Waldflüsse, mäandrierende Flüsschen und Nebenflüsschen mit klarem Wasser. Bevorzugte Aufenthaltsorte sind strukturierte, geschützte, relativ flache Bereich, wo die Strömung schwach ist. Die Purpurkopfbarbe hält sich eher am Rande, die Ceylonbarbe eher in der Mitte der Gewässer auf. Der Bodengrund ist sandig und steinig. Die Steine können mit Algen bewachsen sein, sonst ist meist keine aquatische Vegetation vorhanden. Die Ufer weisen etwas Vegetation auf.

 

Die Fische verstecken sich bei Störungen unter Steinen und überhängenden Uferabschnitten. Die saisonalen Regenfälle haben wenig Einfluss auf Wasserstand. Das Wasser ist klar und nährstoffarm. In diesem Habitat kommen nur wenige andere Fischarten vor, so zum Beispiel Puntius dorsalis, Rasbora daniconius oder Belontia signata.

Die Laichplätze befinden sich an speziell flachen, sonnigen Stellen entlang des Flussufers, die abgeschirmt sind durch Steine, Felsbrocken, Holz oder eine Sandbank. Der Bodengrund ist sandig, kiesig, Strukturierung bieten Äste, Holz durchsetzt und Vegetation (Aponogeton rigidifolius, Blyxa sp.)

Feinde sind: Eisvögel, Schlangen, Halbhechte (Xenetodon cancila).

 

Ernährung

Purpurkopf- und Ceylonbarben sind hauptsächlich Pflanzenfresser (Herbivoren). Ihre Nahrung besteht v.a. aus Kieselalgen und Detritus (zerfallende, organische Substanz), weiter aus Grünalgen, Cyanobakterien, Kleinstorganismen wie Wasserflöhe, Wimpertierchen, Reste von Krebstierchen und Sand. Der Anteil Kieselalgen an der Nahrungszusammensetzung steigt mit zunehmender Grösse der Fische, während der Anteil Detritus, Grünalgen und Cyanobakterien sinkt.

 

Die Nahrung suchen sich die Fische in der Bodenzone des Gewässers (Benthos) durch Gründeln im Sand. Kleine Nahrungsstücke werden vom Boden und von senkrecht stehendem Substrat, teilweise auch aus der Wassersäule aufgepickt, wobei die Ceylonbarbe dies häufiger macht. Weiter knabbern sie Algenbeläge ab.

 

Sozialleben

Bei beiden Arten wurde beobachtet, dass sie in Gruppen schwimmen. Nach Futter suchen sie in losen Gruppen oder auch alleine. Die Individuen beider Arten werden geschlechtsreif, wenn sie 50% ihrer Körpergrösse erreicht haben.

 

Fortpflanzungsverhalten

Obwohl Ceylonbarben und Purpurkopfbarben Ähnlichkeiten im Aussehen und im Fortpflanzungsverhalten aufweisen, gibt es Unterschiede. Die Purpurkopfbarbe ist die etwas kräftigere Art von beiden. Im Freiland wurde schon beobachtet, dass Purpurkopfbarben die Ceylonbarben während des Balzens störten. Diese Konkurrenz um Laichplätze wie auch die Konurrenz um Nahrung und Aufenthaltsorte könnte ein Grund sein, warum die beiden Arten in unterschiedlichen Bereichen desselben Lebensraums aufhalten.

 

  • Die Männchen der Purpurkopfbarben sind nicht territorial während der Fortpflanzungszeit, sie drohen zwar ihren männlichen Konkurrenten, jagen ihnen aber nicht hinterher wie beispielsweise die Sumatrabarbe (P. tetrazona).
  • Die Männchen der Ceylonbarben hingegen sind territoral und verhalten sich aggressiv gegenüber Artgenossen.

 

Fortpflanzungsverhalten der Purpurkopfbarbe
Gute Laichplätze sind eher selten, daher finden sich viele Männchen an diesen begehrten Orten ein. In so einer Situation territorial zu werden, ist für die Männchen zu unvorteilhaft, da die Kosten ein Territorium zu verteidigen den Nutzen übersteigen. Laichplätze befinden sich in geschützten, flachen (10-40cm) und besonnten Bereichen (Buchten) am Rand des Hauptgewässers. Der Grund ist mit Ästen, Pflanzen, abgestorbenem Material und Steinen bedeckt, (aquat. Veg: Eriocaulon setaceum, Aponogeton rigidifolius). Laichgründe können auch kaum Vegetation aufweisen, sind dann aber wahrscheinlich weniger produktiv. Hier werden Steine, Äste, Totholz als Ersatz fürs Ablaichen genommen.

Vermutlich ist die Fortpflanzung nicht an eine Saison gebunden, sie wurde sowohl während der Regen- (Mai, Juni) als auch der Trockenzeit (Dezember, Januar) beobachtet. Purpurkopfbarben sind serielle Laicher, d.h. Laich wird wiederholt über Tage hinweg abgegeben. Das Weibchen scheint dazwischen eine Erholungsphase einzuschalten. Auch Purpurkopfbarben zeigen weder Brutfürsorge noch länger anhaltende Paarbildung.

Fürs Ablaichen versammeln sich die Pupurkopfbarben an den Laichplätzen. Kurz nach der Dämmerung finden sich hier die ersten Barben ein. Im Verlauf des Morgens stossen mehr und mehr Individuen dazu (es wurden Aggregationen von 5 – 150 Individuen beobachtet). Die rot-schwarze Färbung der Männchen intensiviert sich zunehmend, die Weibchen ändern ihre Farbe nicht. Die Männchen werben um die Weibchen und wehren andere Männchen drohend ab. Die Weibchen beginnen den Männchen zu folgen und steuern die Vegetation an. Erste Paarungen erfolgen. Direktes Sonnenlicht scheint die Fortpflanzung zu stimulieren. Die Paarungen und das Ablaichen wiederholen sich in unregelmässigen Abständen. Gegen Mittag verlassen die Fische den Laichplatz und kehren erst am nächsten Morgen zurück.

Das Verhalten der Barben ist klar strukturiert: Fressen, Drohverhalten und das anfängliche Paarungsverhalten erfolgt in den vegetationslosen, tieferen Bereichen, Paarungen und das Ablaichen erfolgt dann in flachen Bereichen mit dichter Vegetation.

 

Fortpflanzungsverhalten der Ceylonbarbe

Die Ceylonbarben laichen in Nebengewässern ab. Hier finden sie in den überfluteten Bereichen, wenn sich der Wasserstand bereits wieder senkt, geeignete Laichplätze.

 

Ceylonbarben laichen zu unregelmässigen Tageszeiten ab, was darauf hindeutet, dass sie zu einem gewissen Grad abhängig vom Wasserstand sind. Die Fortpflanzung scheint saisonal zu sein.

 

Die nicht territorialen Männchen der Ceylonbarben wehren Konkurrenten ab, wobei sie von den grösseren Weibchen unterstützt werden. Die geschlüpten Larven bleiben vorerst an den Laichplätzen und schwimmen hier in Einbuchtungen und Tümpeln unter überhängender Vegetation herum.

 

 

 

Anregungen

Siehe die Angaben auf der allgemeinen Seite zu den Barben.