Sumatrabarbe, © Katty Fe, flickr.com
 

Literatur Fischbibliothek

Bisher haben sich nur  wenige Arbeiten mit der Aquariumhaltung befasst. Zwei davon haben auch Sumatrabarben in die Untersuchungen einbezogen.

 

Sloman, K.A., Baldwin, L., McMahon, S., Snellgrove, D., 2011. The effects of mixed-species assemblage on the behaviour and welfare of fish held in home aquaria. Appl. Anim. Behav. Sci. 135, 160-168. (abstract)

Zusammenfassung mit Kommentar dazu in der Fischbibliothek.

 

Saxby A., Adams,Saxby, A., Adams, L., Snellgrove, D., Wilson, R.W., Sloman, K.A.p.f., 2010. The effect of group size on the behaviour and welfare of four fish species commonly kept in home aquaria. Appl. Anim. Behav. Sci. 125, 195-205. (abstract)

Zusammenfassung mit Kommentar dazu in der Fischbibliothek.

 

 

 

Literatur

Kortmulder, K., 1986. Similar Behaviour and Colour Patterns in 3 Not Closely Related Barbus Species. Is Evolutionary Convergence a Likely Explanation? (Barbus Nigrofasciatus Günther, 1868, B. Filamentosus (Cuv. & Val. 1844), B. Lateristriga Cuv. & Val. 1842; Pisces, Cyprinidae). Behaviour 98, 180-212. (abstract)


Kortmulder, K., 1972. A Comparative Study in Colour Patterns and Behaviour in Seven Asiatic Barbus Species (Cyprinidae, Ostariophysi, Osteichthyes): A Progress Report. Behaviour. Supplement, III 1-331. (abstract)

Sumatrabarbe
 

Sumatrabarbe (Puntius tetrazona)

Die Sumatrabarbe ist in der Literatur weniger gut beschrieben als die anderen hier vorgestellten Barbenarten. Trotzdem soll ihr ein Portrait gewidmet werden. Denn diese Barbenart ist ein sehr beliebter Aquarienfisch. Zudem gibt es immerhin zwei experimentelle Arbeiten, die die Sumatrabarben untersucht haben (siehe Literaturangaben rechts).

 

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Vorkommen

Malaysia, Sumatra, Borneo

 

Lebensraum

Sumatrabarben leben in Sumpfseen und langsam fliessenden Gewässern, die gekennzeichnet sind durch starke Wechsel im Wasserstand. Der Bodengrund ist sandig und mit Gestein durchsetzt. Aquatische Vegetation kann vorhanden sein. Das Wasser ist arm an Sauerstoff. Sumatrabarben teilen diesen Lebensraum mit vielen anderen Fischarten.

 

Ernährung

Siehe die Angaben auf der allgemeinen Seite zu den Barben.

 

Sozialleben

Sumatrabarben halten sich ausserhalb der Fortpflanzungsphasen in Gruppen auf.

 

Fortpflanzungsverhalten
Für die Paarung werden Laichplätze aufgesucht, die häufig erst durch Überschwemmungen entstehen. Die Sumatrabarbenmännchen sind territorial. Die vorbeikommenden Weibchen, die auf der Suche nach den Männchen sind, werden ins Territorium gelockt, Konkurrenten dagegen entschieden weggejagt.

 

Während der Paarungszeit verblasst die Färbung beim Weibchen. Beim Männchen verblasst zwar das schwarze Farbmuster, das rote wird jedoch etwas intensiver. Die marginalen Unterschiede in der Färbung machen die Geschlechter mit geschlechtsspezifischem Verhalten wett, so dass die Kommunikation dennoch klappt. Ob das Weibchen bereit ist zur Paarung oder nicht, zeigt es dem Männchen an, indem es auf die Annäherungsversuche eingeht oder sich ihnen entzieht oder kein Interesse zeigt.

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Anregungen

  • allgemeine Anregungen zur Barbenhaltung siehe hier >>


  • Geschlechtsreife Sumatrabarben können durchaus territorial oder dominant gegenüber ihren Artgenossen werden. Abgemildert kann dies werden, wenn man Sumatrabarben in grösseren Gruppen von 10 oder mehr Individuen hält. Dies wirkt sich auch positiv im Gesellschaftsaquarium aus.


  • Die Sumatrabarben zupfen gerne an den langen Flossen anderer Fische wie Skalare oder sorgen anderweitig für Ärger im Aquarium. Sind sie hingegen in einem grösseren Schwarm genug mit ihren Artgenossen beschäftigt, lassen sie andere Fische eher in Ruhe.

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