Kategorie: Zebrafisch
 

Gruppenschwimmen macht froh (2018) >>

Das Wohlbefinden von Tieren ist mehr als das Fehlen von negativen Zuständen wie Schmerz, Stress oder Furcht. Obwohl mindestens so wichtig, wurden positive Emotionen von Tieren weit weniger untersucht, auch bei Fischen. Das enge Gruppenschwimmen bei Zebrafischen könnte ein Verhalten sein, mit dem ein solcher Zustand beschrieben werden kann (Franks et al, 2018).

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Strukturen im Aqurium senken Stressrisiken (2018) >>

Tiere im Dauerstress werden krank. Die Anreicherung von Standard-Aquarien kann eine Methode sein, die schädlichen Auswirkungen von restriktiven Haltungsbedingungen im Labor zu mildern oder gar zu verhindern (Marcon et al. , 2018).
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Gemeinsam neues Gebiet erkunden (2018) >>

Der Alltag von Aquarienfischen und vor allem auch von Laborfischen ist häufig langweilig. Erkundungsmöglichkeiten können anregend wirken und die Intelligenz der Fische herausfordern. Lässt man Zebrafischen die Wahl, nehmen sie neu zugängliche Bereiche sofort unter die Lupe (Graham et al. 2018).
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Zebrafische erinnern sich genau (2016) >>

Sich an ein Erlebnis zu erinnern, zu wissen wo und wann es sich ereignet hat, nennt man episodisches Gedächtnis. In einer ausgeklügelten Testanordnung wurde nun gezeigt, dass auch Zebrafische diese Fähigkeiten haben (Hamilton et al, 2016).

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Emotionales Fieber, Empfinden & Bewusstsein (2015) >>

Ein weiterer wichtiger Mosaikstein in der Tierschutzforschung bei Fischen: Auch Zebrafische zeigen emotionales Fieber. Diese Art Fieber kann durch Stresssituationen ausgelöst werden und wird als Hinweis auf Empfindungsfähigkeit und Bewusstsein gewertet. In einer neuen Testanordnung mit einem Temperaturgradienten konnten die Forscher beobachten, dass zuvor gestresste Zebrafische sich während Stunden bevorzugt in den wärmeren Bereichen des Aquariums aufhielten und so ihre Körpertemperatur erhöhten. (Rey et al, 2015)

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Anreicherung für Einzelhaltung im Labor (2015) >>

In der Laborroutine werden gruppenlebende Tiere wie Zebrafische für Tests häufig von der Gruppe isoliert. Der Verlust an Sicherheit durch die Gruppe kann eine bedrohliche Situation darstellen und sich negativ auf das Wohlbefinden der Fische auswirken. Abhilfe schaffen könnte eine Strukturierung mit künstlichen Pflanzen, wie verschiedene Verhaltenstests zeigen. (Collymore et al, 2015)

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Anreicherung von Laboraquarien möglich und nötig (2014) >>

Die meisten Laborfische werden in standardisierte Kleinaquarien ohne Strukturen gehalten. Haben die in der Forschung äusserst beliebten Zebrafische jedoch die Wahl, halten sie sich bevorzugt in einer strukturierten Umgebung auf. (Schroeder et al, 2014)
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Analyse von Stress auf unterschiedlichen Ebenen (2013) >>

Stress beeinflusst einen Organismus auf verschiedenen Ebenen. Bei Zebrafischen eignet sich eine Kombination aus Verhaltensbeobachtungen mit physiologischen und biochemischen Anlaysemethoden, um die Wirkung einer Reihe von Stressfaktoren zu untersuchen (Gronquist & Berges, 2013).

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Messen von Stresshormonen bei kleinen Fischen (2013)* >>

Bei kleinen Fischen wurden Stresshormone bisher üblicherweise über das Blut bestimmt. Dazu müssen die Fische aber getötet werden. Mit dieser Studie wurde gezeigt, dass auch bei kleinen Fischen wie Zebrafischen (Danio rerio) nicht-invasiv über das Wasser der Cortisolspiegel bestimmt und zudem über 11-Ketotestosteron das Geschlecht verlässlich nachgewiesen werden kann (Felix et al, 2013. Noninvasive Measurement of Steroid Hormones in Zebrafish Holding-Water. Zebrafish 10, 110-115). (abstract)

 

Glassstäbe als Pflanzenimitate zeigen keine Wirkung (2012) >>

Die standardisierten Haltungsbedingungen in Laborhaltungen sind oft sehr einschränkend für die Fische. Eine Möglichkeit, die Bedingungen zu verbessern, ist das Einsetzen von künstlichen Strukturen (Wilkes et al, 2012).

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Eine komplexe Umgebung wird bevorzugt (2011) >>

In einem Wahlversuch wurde gezeigt, dass Eilandbarben und Zebrafische reich strukturierte Aquarien gegenüber einer reizarmen Umgebung vorziehen (Kistler et al, 2011).

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Hell oder dunkel? (2011) >>

Zebrafische bevorzugen dunklere Bereiche, wenn das Umgebungslicht heller wird. Hunger kann diese Wahl beeinflussen (Stephenson et al, 2011).

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Dominant und erfolgreich (2010) >>

Soziale Beziehungen beeinflussen den Zugang zu wichtigen Ressourcen und haben Auswirkungen auf den Fortpflanzungserfolg (Paull et al, 2010).

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Fortpflanzung unter naturnahen Bedingungen (2010) >>

Die Haltungsbedingungen, unter denen Versuche durchgeführt werden, können einen Einfluss auf das Verhalten von Tieren haben (Hutter et al, 2010).  

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Gruppenleben, soziales Lernen und Tradition (2010) >>

Tiere erwerben Fähigkeiten und Kenntnisse von anderen Tieren. So beobachtet man auch bei Fischen soziales lernen und Traditionen (Lindeyer & Reader, 2010).

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Mehr Umgebungsstrukturen, mehr Hirn (2010) >>

Zebrafische zeigen eine erhöhte Nervenzellbildung im Gehirn, wenn sie in einer angereicherten Umgebung gehalten werden (von Krogh et al, 2010).

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Ohne Struktur aggressiver und weniger fruchtbar (2009) >>

Die Aggressivität zwischen weiblichen Zebrafischen kann durch das Anbringen von künstlichen Strukturen reduziert werden. Fehlen derartige Strukturen, sind die Weibchen, die viele Aggressionen erleiden, weniger fruchtbar. (Carfagini et al., 2009).

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Laborroutinen können stressig sein (2009) >>

Zebrafische reagieren auf das Behändigen mit Netzen mit einem deutlich erhöhten Spiegel des Stresshormons Cortisol (Ramsay et al, 2009).

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Raubfeinde in der Nachbarschaft verursachen Stress (2007) >>

Bedrohliche Situationen, denen Zebrafische nicht ausweichen können, verursachen Stress. Dauert der Zustand an, kommt es zu einer chronischen Stressreaktion und schliesslich zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens (Barcellos et al, 2007).

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Zebrafische wählen Kies fürs Ablaichen (2007) >>

In einem Wahlexperiment zeigten sowohl gezüchtete als auch wild gefangene Zebrafische eine Vorliebe für Kies als Substrat zum Ablaichen. Im Kies entwickelten sich die Eier zudem besser als im Schlamm. Die gezüchteten Zebrafische nutzten auch das Angebot aus Substrat kombiniert mit Pflanzen gerne.

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Hohe Dichten und Hunger stressen (2006) >>

Laborfische werden oft unter sehr einschränkenden Bedingungen gehalten. Dies kann sich auf den physischen und psychischen Zustand der Fische auswirken (Ramsay et al., 2006).

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Aktive Gruppen sind beliebter (2001) >>

Das Gruppenleben bringt Vorteile fürs Überleben. Bei Zebrafischen scheint nicht nur die Grösse der Gruppe eine Rolle zu spielen, sondern auch deren Aktivität (Pritchard et al, 2001).

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Strukturierte Aquarien reduzieren Aggressivität (1998) >>

Ein gute Strukturierung des Aquariums kann dazu führen, dass es für die ansässigen Fische schwieriger wird, Ressourcen (Territorium, Futter) zu verteidigen. Dies unter anderem, weil die Fische einander weniger gut sehen und somit das Verhalten weniger ausgelöst wird (Basquill & Grant, 1998).

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Dunkle Umgebung wird bevorzugt (1999)* >>

In einer Studie an Zebrafischen (Danio rerio) wurde untersucht, ob diese Art eine natürliche Präferenz für eine dunkle oder helle Umgebung hat. Es zeigte sich, dass sich die Zebrafische lieber im dunkeln Bereich eines Aquariums aufhielten und dass sie weniger motiviert waren, vom hellen in den dunkeln Bereich zu wechseln. Solche Ergebnisse sind wichtig, damit man zum einen gute Forschung mit Laborfischen betreiben und zum anderen ein Aquarium artgerecht gestalten kann.

 

Serra, E.L., Medalha, C.C., Mattioli, R., 1999. Natural preference of zebrafish (Danio rerio) for a dark environment. Brazilian Journal of Medical and Biological Research 32, 1551-1553. (abstract)