Kategorie: Emotionen
 

Aggressive Artgenossen schlagen aufs Gemüt (2020) >>

Hält man Dorschbarsche mit einem überlegenen, aggressiven Artgenossen zusammen, reagieren sie mit einer eher pessimistischen Sicht auf die Dinge. Sie schätzten eine neutrale Situation als bedrohlicher ein als die Kontrollgruppe, die alleine gehalten wurden. Eine weitere Studie, die den zukunftsweisenden Ansatz der kognitiven Voreingenommenheit angewendet hat, um den emotionalen Zustand von Fischen zu untersuchen. (Rogers et al. 2020)

Mehr >>

 

Schlechte Wasserqualität erzeugt negativen emotionalen Zustand (2020)>>

In dieser Studie wurden neue Ansätze zur Erfassung des emotionalen Zustands von Forellen getestet. Denn nicht nur der physische Zustand ist wichtig für das Wohlbefinden, sondern auch die psychische Verfassung der Tiere. (Colson et al. 2020)
Mehr >>

 

Gute Stimmung, schlechte Stimmung bei Buntbarschen (2019) >>

In dieser Studie haben Forscherinnen zum ersten Mal einen Test bei Fischen durchgeführt, der erlaubt, die emotionale Stimmung einzuschätzen. So verhalten sich weibliche Buntbarsche der Art Amatitlania siquia in Gegenwart ihres bevorzugten männlichen Partners optimistischer als in Gegenwart eines für sie unattraktiven Partners (Laubu et al. 2019).
Mehr >>

 

Gruppenschwimmen macht froh (2018) >>

Das Wohlbefinden von Tieren ist mehr als das Fehlen von negativen Zuständen wie Schmerz, Stress oder Furcht. Obwohl mindestens so wichtig, wurden positive Emotionen von Tieren weit weniger untersucht, auch bei Fischen. Das enge Gruppenschwimmen bei Zebrafischen könnte ein Verhalten sein, mit dem ein solcher Zustand beschrieben werden kann (Franks et al, 2018).

Mehr>>

 

Fische können ihre Umgebung bewerten (2014)* >>

Wichtig in der Tierhaltung ist sowohl das physische als auch das psychische Wohlbefinden der Tiere. Die Methode der konditionierten Ortspräferenz bzw. Ortvermeidung wird angewendet, um belohnende oder unangenehme Wirkungen von Substanzen oder Umweltreizen zu testen. In einer Studie an Goldbrassen (Sparus aurata) zeigte sich, dass sich diese Methode eignet, um zu untersuchen, welchen Wert (positiv/negativ) Fische bestimmten Umweltreizen zumessen. Die während des Experiments erfassten Verhaltens- und physiologischen Indikatoren lassen indirekt auf den Gemütszustand der Fische schliessen.
(Millot, S. et al, 2014. Use of conditioned place preference/avoidance tests to assess affective states in fish. Appl. Anim. Behav. Sci. 154, 104–111; abstract.)

 

Fische können ihre Umgebung beurteilen (2011)* >>

Psychologische Faktoren wie kognitive Fähigkeiten und emotionale Zustände beeinflussen die Art, wie Tiere auf Stress reagieren. Die Vorhersehbarkeit von Ereignissen soll dabei eine wichtige Rolle spielen, wie stark diese Reaktion ausfällt. Moçambique-Buntbarsche (Orerochromis mossambicus) reagierten in negativ bzw. positiv gestalteten Situationen tatsächlich unterschiedlich auf vorher- bzw. unvorhersehbare Ereignisse. Dies deutet darauf hin, dass Fische das kognitive und emotionale Rüstzeug haben, um die Umweltbedingungen in einer Haltung einschätzen zu können.
(Galhardo, L., Vital, J., Oliveira, R.F., 2011. The role of predictability in the stress response of a cichlid fish. Physiol. Behav. 102, 367-372.) (abstract)