Kategorie: Schmerz
 

Übersicht zur Schmerzforschung bei Fischen (2019)* >>

In diesem Review fasst Lynne Sneddon die bisherigen Erkenntnisse zur Schmerzforschung zusammen und zeigt systematisch und nachvollziehbar auf, dass Fische auf der molekularen, physiologischen, neurobiolgischen und Verhaltens-Ebene alle Voraussetzungen für ein Schmerzempfindnen haben. Sie weist zudem auf Unterschiede und Ähnlichkeiten zu anderen Wirbeltieren hin und leitet daraus ab, dass die Verhaltensänderungen infolge schmerzhafter Ereignisse in der Gruppe der Wirbeltiere vergleichbar sind.

Sneddon, L.U., 2019. Evolution of nociception and pain: evidence from fish models. Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci 374, 20190290. (abstract)

 

Schmerz reduziert die Angst vor Unbekanntem (2003) >>

Forellen weichen normalerweise ihnen unbekannten Objekten aus. Nicht so, wenn ihre Lippen mit Essigsäure behandelt werden und ihre Aufmerksamkeit durch die schmerzenden Lippen abgelenkt wird (Sneddon et al, 2003).

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Fische reiben sich schmerzende Lippen (2003) >>

Behandelt man die Lippen von Regenbogenforellen mit Essigsäure, reagieren die so behandelten Forellen mit Verhaltensweisen, die vom normalen Verhalten abweichen. Sie reiben die behandelte Stelle am Boden und wiegen ihren Körper stereotyp hin und her (Sneddon, 2003).

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Spezielle Nervenzellen für Schmerzreize (2002) >>

Anatomische und elektrophysiologische Analysen eines wichtigen Kopfnervs zeigen, dass Fische über Rezeptoren verfügen, die auf schädliche Reize reagieren (Sneddon, 2002).

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