Fadenfische, © R. Süess
Sinnesvielfalt
 

Die Fischwelt - eine Fülle von Sinneseindrücken

Die neuere Forschung vermittelt ein differenziertes Bild vom Fisch, das stark abweicht von der gängigen Vorstellung eines stummen, empfindungslosen Tiers mit Dreisekundengedächtnis. Fische sind Lebewesen mit hochentwickeltem, flexiblem Verhalten und unterschiedlichen Fähigkeiten.

 

Das Fischhirn weist Ähnlichkeiten im Aufbau und in den Funktionen mit dem Säugerhirn auf. Auch Fische verfügen über ein Langzeitgedächtnis, können aus Erfahrung lernen und dadurch ihr Verhalten anpassen. Ein gutes räumliches Orientierungsvermögen hilft ihnen, sich in ihrem Lebensraum zurecht zu finden. Das Erkennen von Artgenossen ermöglicht es ihnen, gemeinsam auf die Jagd zu gehen oder Konkurrenten in ihrer Stärke einzuschätzen.

 

Die Sinne

Fische sehen Farben, sie hören, riechen, schmecken, tasten nach Futter, sie haben einen Temperatursinn und einen speziellen Ferntastsinn, das Seitenlinienorgan. Mit dessen Hilfe registrieren die Fische schwache Wasserbewegungen und Druckunterschiede. Einige Arten können elektrische Felder wahrnehmen. Die verschiedenen Sinne liefern wichtige Information fürs Überleben.

 

Kommunikation

Meist nutzen Fische eine Kombination aus akustischen, visuellen, chemischen, taktilen oder elektrischen Signalen, um einander ihre Botschaften zu übermitteln.