Mitteilsam

Egli zwitschern und pfeifen oder rülpsen Tonleitern. © D. Hegglin, swild.ch

 

 

   

Medienbeiträge

Lärm in der Tiefe. Lärmverschmutzung der Ozeane. Feature.

SWR2 2019

 

"Ganz schön laut unter Wasser"

SRF 2017

Spannende Radiosendung zur Lautsprache von Fischen.

 

Science Slam der Universität Bern mit Roland Kurt zur Lautsprache der Fische

 

"Fische, die lauter sind als Flugzeuge", science.ORF.at

Vertreter der Familie der Umberfische gehören zu den lautesten Fische, die man bisher erforscht hat.

 

 

Literatur

Roland Kurt, 2010. "Stumm wie ein Fisch? Das akustische Leben im Süsswasser." Verlag Adreas Mächler, Riehen.

 
 

Originalartikel

Erisman, BE, Rowell TJ, 2017. A sound worth saving: acoustic characteristics of a massive fish spawning aggregation“, Biology Letters. (abstract)

 

Parsons, M.J.G., Salgado Kent, C.P., Recalde-Salas, A., McCauley, R.D., 2016. Fish choruses off Port Hedland, Western Australia. Bioacoustics 26, 135-152. (abstract)

Hier kann man den Chor hören.

 

 

Sinnesvielfalt
 

Die Fischwelt - eine Fülle von Sinneseindrücken

Die neuere Forschung vermittelt ein differenziertes Bild vom Fisch, das stark abweicht von der gängigen Vorstellung eines stummen, empfindungslosen Tiers mit Dreisekundengedächtnis. Fische sind Lebewesen mit hochentwickeltem, flexiblem Verhalten und unterschiedlichen Fähigkeiten.

 

Das Fischhirn weist Ähnlichkeiten im Aufbau und in den Funktionen mit dem Säugerhirn auf. Auch Fische verfügen über ein Langzeitgedächtnis, können aus Erfahrung lernen und dadurch ihr Verhalten anpassen. Ein gutes räumliches Orientierungsvermögen hilft ihnen, sich in ihrem Lebensraum zurecht zu finden. Das Erkennen von Artgenossen ermöglicht es ihnen, gemeinsam auf die Jagd zu gehen oder Konkurrenten in ihrer Stärke einzuschätzen.

 

Die Sinne

Fische sehen Farben, sie hören, riechen, schmecken, tasten nach Futter, sie haben einen Temperatursinn und einen speziellen Ferntastsinn, das Seitenlinienorgan. Mit dessen Hilfe registrieren die Fische schwache Wasserbewegungen und Druckunterschiede. Einige Arten können elektrische Felder wahrnehmen. Die verschiedenen Sinne liefern wichtige Information fürs Überleben.

 

Stumme Fische? Weit gefehlt.

Fische kommunizieren auf vielfältige Weise miteinander. Meist nutzen sie eine Kombination aus akustischen, visuellen, chemischen, taktilen oder elektrischen Signalen, um ihre Botschaften zu übermitteln.

 

Die akustische Kommunikation spielt eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung, beim Verteidigen des Territoriums oder bei der Futtersuche.

 

Wer unter die Wasseroberfläche horcht, wird überrascht von einem vielfältigen Klangteppich. In Australien haben Forscher während mehrerer Monate mitgehört und sogar verschiedene Fischchöre indentifizieren und aufzeichnen können (Parsons et al. 2016).

 

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