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C. Kistler, fischwissen.ch

 

 

Wasser
 

Fische sind empfindsame Wasserbewohner

Ein offensichtlicher Unterschied zu anderen Wirbeltieren ist, dass Fische im Wasser leben und an diesen Lebensraum angepasst sind. Die Körpertemperatur der Fische hängt von der Umgebungstemperatur ab, sie haben also keine konstante Körpertemperatur (ektotherme Tiere). Sie brauchen dadurch weniger Energie und reagieren weniger empfindlich auf Nahrungsknappheit.

 

In den aquatischen Lebensräumen, aus denen die verschiedenen Aquarienfischarten ursprünglich stammen, herrschen unterschiedliche physikalische und chemische Bedingungen. Über die Kiemen und die Haut stehen die Fische in sehr engem Kontakt mit ihrer Umwelt und reagieren daher sehr empfindlich auf schlechte Wasserqualität.

 

Daher müssen in der Aquarienhaltung die Wasserbedingungen (Temperatur, Chemie, Strömung, Sauerstoffgehalt) an die Arten angepasst sein. Und weil Ausscheidungen und Futterreste die Wasserqualität beeinträchtigen können, braucht es regelmässig einen Wasserwechsel. Die Häufigkeit ist abhängig von der Grösse des Aquariums und von der Anzahl Tiere.

 

Abfallstoffe belasten Wasserqualität
Abfallstoffe entstehen direkt und indirekt durch die Fütterung der Fische. Das heisst, durch nicht gefressenes Futter bzw. durch die Ausscheidungen der Fische. Bei Fischen erfolgen die Ausscheidungen vor allem über die Kiemen, aber auch über die Nieren und den Darm. Ein Teil dieser ausgeschiedenen Stoffe können Pflanzen, Bakterien und Kleinlebewesen abbauen.


Allerdings entstehen auch schlecht abbaubare Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die die Fische über den Kot und vor allem die Kiemen direkt ins Wasser abgeben und die sich im Wasser anreichern. Der Stickstoff wird bei Wasserlebewesen hauptsächlich in Form von Ammoniak (NH3) abgegeben. Der Phosphor wird über den Kot abgegeben und da der Phosphorbedarf der Wasserpflanzen schnell gedeckt ist, profitieren vor allem Algen vom Überschuss.


Wasserwechsel erhält die Wasserqualität
Daher braucht es regelmässig einen Teilwasserwechsel. Die Häufigkeit richtet sich nach der Aquariengrösse und der Anzahl Fische. Je kleiner das Aquarium und je mehr Fische darin leben, desto häufiger muss das Wasser gewechselt werden. Zwischen den Wasserwechseln muss auch der Filter hin und wieder gereinigt werden, damit er funktionstüchtig bleibt.


Problemen mit der Wasserqualität können also durch eine artgerechte Fütterung vorgebeugt werden. Die angepasste Menge und die Qualität des Futters sind dabei entscheidend. Auch hier gilt: Weniger ist mehr.

 

 

→ Fischwissen legt den Fokus auf biologische Grundlagen und das Verhalten der Fische. Informationen zur Aquarientechnik und -chemie finden sich in der entsprechenden Aquaristikliteratur und auf entsprechenden Webseiten (siehe Beispiele in der rechten Spalte).